Konstanzer Panoramarunde zum Bismarckturm und Hörnle

Auf einen Blick

  • Start: Konstanz Petershausen, Bahnhof
  • Ziel: Konstanz Bahnhof
  • leicht
  • 13,43 km
  • 3 Std. 30 Min.
  • 60 m
  • 461 m
  • 393 m
  • 80 / 100
  • 10 / 100

Aussichtsreiche Wanderung von Petershausen über Bismarckturm und Riesenbergkapelle durch den Universitäts- und Lorettowald zum Hörnle und am Seeufer entlang nach Konstanz

Auf dem Raiteberg (452 m ü. NN.) steht der 22,8 m hohe imposante Bismarckturm. Das Denkmal wurde 1912 zu Ehren des „Reichsgründers“ Otto von Bismarck in Konstanz am Südrand des damaligen Deutschen Reiches errichtet. Der Aussichtsturm ist der höchste Bismarckturm in Baden-Württemberg.

Noch höher gelegen ist die Riesenbergkapelle mit der Aussicht über die Altstadt von Konstanz.

Die schlichte Lorettokapelle in Allmannsdorf wurde 1638 nach dem Vorbild der Gnadenkapelle im italienischen Wallfahrtsort Loreto errichtet. Anlass war der kampflose Abzug schwedischer Truppen im Dreißigjährigen Krieg, in dem die Stadt im Jahr 1633 belagert und beschossen wurde.

Nicht nur architektonisch interessant ist die Maria-Hilf-Kirche. Sie ist ein sechseckiger Bau, dessen Wände fast nur aus farbigem Glas gestaltet sind. Sie wurde 1967 als erste Kirche nach den Reformen des 2. Vatikanischen Konzils erbaut, mit dem Altar im Mittelpunkt der von drei Seiten auf ihn ausgerichteten Bankreihen.

Danach geht es durch den Lorettowald zur Spitze des Bodanrücks: das Hörnle. Von dort blicken wir über den Obersee zum fünf Kilometer entfernten Städtchen Meersburg. Das Strandbad Horn lädt zum kostenlosen Badevergnügen ein.

Am Seeuferweg entlang gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten bis wir die Konzilstadt Konstanz erreicht haben.

 

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Unsere Tour startet am Bahnhof Petershausen in Konstanz. Am Rand der Zeppelin-Gewerbeschule gehen wir rechts durch die Pestalozzistraße zur Steinstraße, biegen dort rechts ab und links hoch zum Bismarcksteg. Dieser führt uns durch die Gartenvorstadt und den Rebhügel zum Festplatz vor dem bereits weithin sichtbaren Bismarckturm auf dem Raiteberg.

Das Denkmal wurde 1912 zu Ehren des „Reichsgründers“ Otto von Bismarck in Konstanz am Südrand des damaligen Deutschen Reiches errichtet. Wenn der Turm an den wenigen Tagen im Jahr geöffnet ist, bietet er vom Rebberg nördlich der Stadt einen umfassender Rundblick über Konstanz und den Bodensee, nach Westen zu den Hegaubergen und im Nordosten zum Überlinger See. Er steht nahezu im Mittelpunkt eines gleichseitigen Dreiecks weiterer Aussichtstürme. Dessen Ecken bilden das Konstanzer Münster, der ehemalige Aussichtsturm auf dem Taborberg bei Wollmatingen und der Turm der Jugendherberge Allmansdorf, der zuvor als Wasserturm genutzt wurde. Wegen Baufälligkeit musste der Taborturm im Jahr 2002 gesprengt worden.

Nach links gehen wir am Rand der Kleingartenanlage bereits mit dem Blick zur Riesenbergkapelle zur Siedlung "Pfeiferhölzle", die Straße "Am Pfeiferhölzle" nach links und nach der Bushaltestelle an der Wendeplatte rechts, wiederum rechts auf den Waldweg durch den Riesenberg. Ein hölzerner Wegweiser führt uns schließlich zur Riesenbergkapelle.

Errichtet wurde die Kapelle zu Ehren der im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten des 6. Badischen Infanterieregiments "Kaiser Friedrich III." Nr. 114. In diesem grünen Regiment dienten auch Schweizer Freiwillige. Die Kapelle selbst ist meist verschlossen, ihr Platz bietet aber eine großartige Aussicht auf Konstanz.

Hinter der Kapelle führt ein Pfad nach rechts, der in einen von links kommenden Weg mündet. Geradeaus, biegen wir dann nach links auf den Konstanzer Weg ab. Durch den Universitätswald blicken wir auf eine weithin sichtbare aber nur Einheimischen bekannte Konstanzer Landmarke. Es ist der schlanke braune Schlot des Heizkraftwerks der Universität Konstanz. Gleich umrunden wir den Mühlegraben im Hinteren Senkermoos. Der Schonwald ist ein von der Universität zu wissenschaftlichen Zwecken genutztes Biotop. Vor der Universitätsstraße halten wir uns rechts, unterqueren diese und treffen vor dem Haupteingang der Uni auf den Premiumwanderweg „Seegang“. Seiner Markierung werden wir bis zum Ende der Tour folgen. Zuvor lohnt sich ein Abstecher auf den Campus zur Terrasse der Mensa mit dem schönsten Blick auf die Insel Mainau und den Bodensee. Vor Allmannsdorf erhebt sich der Aussichtsturm der Jugendherberge.

Auf dem „Seegang“ wandern wir weiter durch den Hockgrabenpark bis die Ruhe durch die B33 (Mainaustraße) abrupt beendet wird. Bei der Fußgängerampel queren wir die Straße nach links zum Maria-Hilf-Platz mit der sehenswerten Maria-Hilf-Kirche.

Weiterhin lohnt sich ein Abstecher auf dem Lorettosteig zur Lorettokapelle auf dem Staaderberg. Zwischen der schlichten Kapelle und dem Mesnerhaus steht eine in ihrer Art einmalige offene Bethalle.

Zurück auf dem „Seegang“, leitet dieser durch den Lorettowald zum Ufer des Überlinger Sees. Durch ein Drehkreuz betreten wir das ganzjährig geöffnete Strandbad Horn mit großer Liegewiese und können dort ein Bad genießen oder im Café Restaurant Hörnle während der Badesaison einkehren. Vom „Hörnle“ aus präsentiert sich uns eine Fernsicht über den Bodensee zum fünf Kilometer entfernten Städtchen Meersburg. Hier am „Konstanzer Trichter“ fließt der Seerhein aus dem Obersee und zwängt sich später unter der Rheinbrücke hindurch zum Untersee. Auf dem Weg dorthin kommen wir an imposanten Gebäuden vorbei, zunächst dem Schloss Seeheim, das im Stil der Neorenaissance erbaut wurde. Auf die architektonisch preisgekrönte Bodensee Therme folgen prächtige historische Gebäude. Die Neorenaissance-Villa Prym ist nach dem Kurzwarenfabrikanten Gustav Prym benannt. Er liess die Fassade 1908 mit Jugendstilfresken versehen. Sie zeigen unter anderem Tochter und Schwiegersohn des Besitzers als berittenes Paar. Zudem war er der maßgebliche Finanzier des Bismarck-Turms. Jugendstilbauten in der Seestraße zeugen von wohlhabenden Kaufleuten.

Am Wegweiser „Rheinbrücke Nord“ können wir nach rechts die Tour als Rundwanderung über den Sternenplatz zum Bahnhof Petershausen beenden.

Alternativ steigen wir zur Rheinbrücke hinauf und queren über diese den Seerhein. Bei Föhnwetterlage können wir von hier sogar den Blick auf die Alpen genießen

Ein Besuch von Konstanz lohnt sich immer. Die Tourist-Information stellt dafür eine Konstanz-App als Reiseführer zur Verfügung.

Wanderer, die mit dem Auto angereist sind, können sich vom Konstanzer Hafen aus mit dem Wasserbus zurück zum Parkhaus Bodenseeforum am Seerhein fahren lassen. Bahnreisende steigen vom Konzilsgebäude direkt zu den Bahnsteigen im Bahnhof Konstanz hinauf.

Sicherheitshinweise

Die Route verläuft auf unkritischen Wegen.

 

Ausrüstung

Normale Wanderausrüstung

Tipp des Autors

Öffnungszeiten des Bismarckturms beachten - es sind nur wenige Tage im Jahr:
https://ng-seehasen-konstanz.de/termine/

Anfahrt

Ziel: Bodenseeforum Konstanz, direkt an der B33, am nördlichen Brückenkopf der Neuen Rheinbrücke: Reichenaustraße 21, 78467 Konstanz

Parken

Parkplatz Bodenseeforum mit 500 Stellplätzen (am Wasserbus Bodenseeforum)

Öffentliche Verkehrsmittel

Hinfahrt mit der Regionalbahn zur Haltestelle Konstanz Petershausen.

Rückfahrt ab Bahnhof Konstanz

Fahrplanauskunft:

Verkehrsverbund Hegau-Bodensee (VHB): www.vhb-info.de
Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de
Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de

Karten

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins 1:35 000 (grüne Serie): WWB Westlicher Bodensee (2017), ISBN 978-3-86398-420-5.

Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg

Weitere Informationen

Tourist-Information Konstanz GmbH
Bahnhofplatz 43/ Bahnhof
D-78462 Konstanz am Bodensee

Tel +49 (0) 7531 / 1330 30
Fax +49 (0) 7531 / 1330 60
info@konstanz-tourismus.de

http://www.konstanz-tourismus.de/

Konstanz-App: http://www.cityapp.info/apps/konstanz-app/

 

Bismarckturm:

Lorettokapelle:

Maria-Hilf-Kirche:

 

Wegbelag

  • Asphalt (29%)
  • Pfad (39%)
  • Wanderweg (10%)
  • Schotter (23%)

Wetter

Was möchten Sie als nächstes tun?
GPX herunterladen