Grenzgänger-Panorama rund um Gailingen

Auf einen Blick

  • Start: Bushaltestelle Friedrichsheim, Gailingen
  • Ziel: Bushaltestelle Friedrichsheim, Gailingen
  • leicht
  • 19,67 km
  • 5 Std. 15 Min.
  • 250 m
  • 598 m
  • 393 m
  • 80 / 100
  • 20 / 100

Beste Jahreszeit

Der Panoramaweg rund um Gailingen ist kein zertifizierter Wanderweg, bietet dafür aber Premium-Aussichten entlang der Deutsch - Schweizer Grenze.

Seit 2015 lockt die Gemeinde Gailingen Wanderer mit dem Premiumweg „Grenzgänger“ an den Hochrhein. Weitaus abwechslungsreicher ist der schon viel ältere und privat initiierte Panoramaweg. Zahlreiche Aussichtspunkte entlang des Weges bieten einen großartigen Rundumblick über den Hochrhein auf die Schweizer Alpenkette, im Norden den Hegau, im Osten zum Bodensee.

Kulturgeschichtlich interessant ist gleich zu Beginn der Jüdische Friedhof mit ca. 1.300 Grabsteinen, die auf das 18. Jahrhundert zurück datieren. Bitte die Hinweise zum Wegpunkt beachten! Das Jüdische Museum im Ort dokumentiert exemplarisch die jüdische Geschichte der Region.

Durch den bewaldeten Rauhenberg führt der Panoramaweg zum Aussichtsturm Bürglischloss, weiter zum Ramsener Blick mit Grillplatz und zum Bucher Säntis (Hegaublick). Von der Schweizer Gemeinde Ramsen wandern wir neben dem natürlich dahinfließenden kleinen Fluss Biber zur Bibermühle am Hochrhein, an diesem entlang zur Kapelle St. Nikolaus und zurück nach Gailingen.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Wer mit dem Linienbus 7351 vom DB-Bahnhof Gottmadingen angereist ist, steigt beim Altersheim (Haltestelle "Friedrichsheim") in Gailingen aus. Motorisierte Wanderer starten von den südlicher gelegenen Parkpätzen im Gewerbegebiet an der Büsinger Straße oder am Hochrhein.

Neben der Gottmadinger Straße führt uns der Gehweg nach Norden und über die Straße zum ersten Aussichtspunkt: Jüdischer Friedhof (480 m. ü. NN). Burgenweg und Panoramaweg weisen zum Bürglischloss hinauf (565 m. ü. NN). Wo einst die Burg Gailingen stand, wurde 1998 ein Aussichtsturm mit Blick zum Hochrhein errichtet. Eine Panoramatafel zeigt die sichtbaren Gipfel von Vorarlberg bis zu den Berner Alpen. Das Gelände der Rehakliniken Schmieder passieren wir nach Südosten an den Häusern Schwarzwald und Schwaben vorbei und erreichen so wieder den Panoramaweg durch den bewaldeten Rauhenberg. An den zahlreichen Weggabelungen dürfen wir die Markierung mit der roten Raute nicht übersehen! Den zugewachsenen Aussichtspunkt "Faulenhau" ignorierend, gehen wir an den folgenden Abzweigungen geradeaus. Wo das Holzschild gemeinsam mit dem Panoramaweg nach links über den Oberen Buchhaldenweg zum "Hegaublick" zeigt, bleiben wir geradeaus auf dem Ramsenerblickweg. Er führt direkt zur Schutzhütte Ramsener Blick  mit Rast- und Grillplatz. Von hier genießen wir den weiten Blick zum Untersee des Bodensees. Markant ist der Turm des Radolfzeller Münsters. In Richtung Buch gehen wir anschließend bis zur Weggabelung zurück und folgen dem Unteren Buchhaldenweg nach rechts zum Bucher Säntis (568 m. ü. NN) mit Rast- und Grilllatz. Der Aussichtspunkt "Hegaublick" präsentiert ein großartiges Panorama der Vukanberge des Hegauer Kegelspiels vom Hohenstoffeln bis zum Hohentwiel und Rosenegg. Nach der Rast verlassen wir den Panoramaweg und steigen mit der gelben Raute der Schweizer Wanderwege Richtung Buch hinab und rechts abbiegend am Waldrand entlang nach Ramsen zur Brücke über die Biber (410 m. ü. NN). Ihren unkorrigierten Lauf begleiten wir den letzten Kilometer bis kurz vor der Mündung in den Hochrhein. Zuvor wechseln wir die Flussseite beim Weiler Wilen.

Nach der Kläranlage im Bibertal treffen wir auf den Premiumweg "Grenzgänger" zur Bibermühle am Hochrhein. Davor biegt die Biberstraße nach rechts zum Staffelwald hin ab. Am Grenzübergang Grund überschreiten wir wieder die grüne Grenze nach Deutschland und gehen auf dem Großen Staffelrundweg parallel zum Hochrhein nach Obergailingen. Auf Privatgelände steht hier die Kapelle St. Nikolaus  aus dem 12. Jahrhundert. Zumindest gibt der Schlüssellochblick Einblicke ins Innere. Nach einem kurzen Asphaltabschnitt biegt der Premiumweg nach rechts in den Südhang der Gailinger Weinberge ab. Wer ins Strandbad will folgt weiter dem Weg durch den Rheinuferpark. Gegenüber liegt das sehenswerte Schweizer Städtchen Diessenhofen, dem wir über die gedeckte Holzbrücke einen Besuch abstatten können. Nach rechts führt der kürzeste Weg zur Ortsmitte von Gailingen, wo mehrere Lokale zu einem genussvollen Ausklang der Panoramatour einladen.

Um direkt zum Ausgangspunkt der Runde zurückzukehren, gehen wir weiter zum kleinen Rheinhaldenparkplatz und schlagen den Serpentinenpfad ein, der uns nach Nordwesten am Ortsrand von Gailingen vorbei wieder zur Bushaltestelle zurück bringt.

Sicherheitshinweise

Nur der Abschnitt auf dem Premiumweg "Grenzgänger" ist lückenlos markiert. Mit etwas Orientierungssinn und der mitgebrachten Wanderkarte sollte es aber kein Problem sein, den vorgeschlagenen Weg zu finden. Die Route ist für erfahrene Wanderer sicher zu begehen.

Ausrüstung

Örtliche Wanderkarte, feste Wanderschuhe mit gutem Profil, ausreichende Verpflegung und Getränke für unterwegs, Badebekleidung, Personalausweis

Tipp des Autors

Im Rheinuferpark lädt das Ausflugslokal „Wiffe74“ zur Einkehr und das Strandbad zum erfrischenden Bad im Hochrhein

Anfahrt

Von der B34 zwischen Thayngen(CH) und Gottmadingen/Singen(D) auf die L190 nach Randegg/Gailingen abbiegen.

Parken

kostenpflichtige (teure) Parkmöglichkeit beim Rheinuferpark am Strandweg

am Sonntag: Parkplätze im Gewerbegebiet an der Büsinger Straße

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit Bus 7351 vom DB-Bahnhof Gottmadingen zur Haltestelle "Friedrichsheim" (Altersheim), Gailingen am Hochrhein

https://www.gailingen.de/de/gaeste/informieren/auf-einen-blick/orientierung-anfahrt/

Karten

Eine örtliche Wanderkarte mit Tourenvorschlägen ist bei der TIBS (Tourist-Information & Bürger-Service) Gailingen erhältlich

Weitere Informationen

Dies ist keine offizielle Tourenbeschreibung des Wegebetreibers, vielmehr der rein private Wandervorschlag des Autors. Für die Aktualität der Informationen kann daher keine Gewähr übernommen werden.

Wegbelag

  • Pfad (22%)
  • Schotter (22%)
  • Asphalt (5%)
  • Wanderweg (45%)
  • Unbekannt (1%)
  • Straße (5%)

Wetter

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