DonauWelle: Donaufelsen-Tour im Donaubergland

Auf einen Blick

  • Start: Bahnhof Fridingen (bei Tuttlingen)
  • Ziel: Bahnhof Fridingen
  • mittel
  • 16,48 km
  • 6 Std.
  • 700 m
  • 781 m
  • 610 m
  • 100 / 100
  • 60 / 100

Beste Jahreszeit

Hoch über dem Durchbruchstal der Oberen Donau zwischen Fridingen und Beuron erschließt der Premiumweg DonauWelle Donaufelsen-Tour zahlreiche Felskanzeln mit fantastischen Ausblicken, ein Schloss und eine Burgruine. Dazwischen liegen zwei Flusspassagen in traumhafter Landschaft.

Die Rundtour folgt den beiden Prädikatswanderwegen Donauberglandweg und DonauWelle Donaufelsen-Tour, die hier weitgehend identisch sind. Ihr Ausgangspunkt, der Bahnhof Fridingen (bei Tuttlingen) ist umweltfreundlich und bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Erster Höhepunkt ist der Knopfmacherfelsen mit faszinierendem Talblick zur Donauschleife, in den Beuroner Talkessel zum Kloster Beuron und über das Jägerhaus zum Schloss Bronnen. Nach dem Abstieg ins Donautal führt der Jägerhaussteg über die Donau zum Jägerhaus (Sicherheitshinweise beachten!) und weiter zur Jägerhaushöhle. In ihr wurden in den 1970er Jahren zahlreiche Knochenwerkzeuge und Jagdwaffen aus der Mittelsteinzeit (8000-5000 v.Chr.) gefunden, welche die Besiedlung des Oberen Donautals in dieser Zeit belegen. Die Funde zeigten die in Mitteleuropa umfassendste Kulturabfolge der Mittelsteinzeit auf. An den Bronner Höhlen vorbei führt der Felsenweg hoch zum Schloss Bronnen. Das ehemalige Jagdschloss der Herren von Enzberg in Mühlheim ist verpachtet und kann nicht besichtigt werden. Frei zugänglich sind dagegen zahlreiche Aussichtspunkte über die Donau, vor allem der Kaiserstand mit dem Panoramablick vom Schloss Bronnen auf den gegenüberliegenden Stiegelesfelsen bis zur Ruine Kallenberg. Sie ist neben Falkenstein die bedeutendste Ruine im Donautal. Der gut erhaltene Bergfried ist 20 m hoch. Von der Ruine bietet sich eine weitere prächtige Aussicht über das Donaudurchbruchstal.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Zunächst orientieren wir uns ab dem Wegweiser „Fridingen Bahnhof“ an der Markierung des Donauberglandweges Richtung „Knopfmacherfelsen“. In „Fridingen Vorstadt“ biegen wir links ab und gehen durch den Bergwald „Unteres Hardt“ zum Knopfmacherfelsen beim Berghaus Knopfmacher. Hier beginnt der Premiumweg „Donaufelsen-Tour“. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt erfahren wir die Sage vom Knopfmacher, der dem Felsen zu seinem Namen verhalf.

Zurück beim Hotel folgen wir nach links der neuen Markierung „DonauWelle“ zum Bergrücken Ramspel. Unterwegs bietet sich ein schöner Blick auf Schloss Bronnen und den Buchheimer Aussichtsturm „Langer Hans“. Links abwärts geht es über Stock und Stein zu einem kleinen Quellsee, der Goldgrube genannt wird. Im Herbst schimmert seine Oberfläche gold-gelb. Nuggets finden jedoch nur Geocacher!

Auf dem vorherigen Schotterweg steigen wir, begleitet von einem Bächlein und an einem Zeltplatz vorbei, zur Donau hinab. Bei Niedrigwasser können wir diese barfuß queren oder trockenen Fußes auf Trittsteinen. Sollten auch diese überflutet sein, ist der Wanderweg hier bereits zu Ende.

Mit dem Blick auf den Schwarzwagfelsen gehen wir nach rechts am Jägerhaus vorbei und wieder links hoch auf einem Wiesenweg zur Abzweigung Felsentor. Links aufwärts treffen wir bei der Jägerhaushöhle wieder auf den Donauberglandweg. Rechts aufwärts zweigt der nun steile Pfad über die Bronner Höhlen zum Schloss Bronnen ab.

Aussichtsreich führt uns der Höhenweg weiter zur Ruine Kallenberg. Unterwegs werfen wir einen Blick zurück zum Berggasthaus Knopfmacher. Dann queren wir das Eselstal, das Bachtal und das „Buttentäle“ mit des „Teufels Küche“, einer Felsformation. Das Eselstal war einst der Transportweg für die mit Mehlsäcken beladenen Esel zwischen Buchheim und der Bronner Mühle.

Beim Abzweig Kaiserstand Ost lohnt sich ein kurzer Ausflug nach rechts zum Kaiserstand, einem großartigen Aussichtspunkt über die Donau auf den gegenüberliegenden Stiegelesfelsen. Beim Abzweig Kaiserstand West geht es auf dem Premiumweg weiter zum Kreuzweg und hier rechts ab zum Kallenberger Hof, dem ehemaligen Wirtschaftshof der heutigen Ruine Kallenberg.

Zurück beim Wegweiser steigen wir nach rechts ins Wolfental hinab zur Donau. Beim Schänzle gehen wir auf dem im Sommer stark frequentierten Rad- und Wanderweg weiter zur Vesperstube Ziegelhütte. Bis zum Ziegelsteg Ost folgen die Wanderer auf dem Donauberglandweg dem Radweg. Für die „DonauWelle“ wurde ein dazu parallel verlaufender Wiesenweg angelegt! Beide müssen anschließend die Donau auf dem Ziegelsteg passieren und wieder bis zum nächsten Abzweig mit Asphalt Vorlieb nehmen. Der Lugen bietet anschließend die Aussicht über das Donautal und zurück zur Ruine Kallenberg.

Am Antoni“ trennen wir uns von beiden Premiumwanderwegen, nachdem sie zehn Kilometer lang gemeinsam verliefen. Nach links steigen wir auf dem Rundweg Fridingen am Erdkeller vorbei nach Fridingen hinunter. An der Kreuzung zur Bahnhofstraße steht das Gasthaus „Scharfes Eck“. An seiner Fassade hat der bekannte Fridinger Künstler Franz Xaver Bucher die Sage vom Knopfmacherfelsen illustriert.

Durch die Fridinger Vorstadt erreichen wir wiederum den Ausgangspunkt der mehrfachen Premiumwanderung, den Bahnhof Fridingen.

Sicherheitshinweise

Den Donausteg beim Jägerhaus gibt es nicht mehr!

Die Donau kann nur noch über die erneuerten Trittsteine auf eigene Verantwortung passiert werden. Bei Hochwasser werden diese überschwemmt und machen dann die Flusssquerung unmöglich. Bitte informieren Sie sich kurz vor Ihrer Wanderung bei Familie Stehle vom Gasthaus Jägerhaus, Tel. +49 (0)7466-254. Sie hilft auch vor Ort weiter und weiß immer einen Rat.

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe und Teleskopstöcke

 

Tipp des Autors

Im Sommer kann die Wanderung auf schattigen Pfaden mit einem erfrischenden Bad in der Donau kombiniert werden.

Anfahrt

über A81: Ausfahrt Geisingen - B311 nach Tuttlingen - L277 bis Bahnhofstraße 123, 78567 Fridingen an der Donau

Parken

Parkplätze am Bahnhof

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Bahnhof Fridingen (b. Tuttlingen) liegt an der Strecke Neustadt (Schwarzwald) – Ulm (Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de). An Wochenenden und Feiertagen verkehrt von Mai bis Mitte Oktober der Naturpark-Express (www.naturpark-obere-donau.de).

Karten

Wanderkarte WTT: Tuttlingen, Oberes Donautal, 1:35 000 (grüne Serie): ISBN 978-3-89021-746-8. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg

Weitere Informationen

Naturpark Obere Donau: www.naturpark-obere-donau.de

Donaubergland: www.donaubergland.de (mit aktuellen Wegeinformationen)

 

Dies ist keine offizielle Tourenbeschreibung des Wegebetreibers, vielmehr der rein private Wandervorschlag des Autors. Für die Aktualität der Informationen kann daher keine Gewähr übernommen werden.

Wegbelag

  • Asphalt (16%)
  • Schotter (13%)
  • Pfad (23%)
  • Wanderweg (48%)

Wetter

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