Bärenthal: Rundweg Roter Bär

Auf einen Blick

  • Start: Bärenthal, Rathaus
  • Ziel: Bärenthal, Rathaus
  • leicht
  • 9,01 km
  • 2 Std. 30 Min.
  • 250 m
  • 888 m
  • 663 m
  • 60 / 100
  • 20 / 100

Beste Jahreszeit

Rund um Bärenthal erkunden wir die Naturschönheiten des Heubergs und erfahren einiges über die früher beschwerlichen Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung.

Die Rundwanderung im unteren Bäratal führt zu bizarren Felsformationen wie dem Felsentor.Christliche Symbole kennzeichnen den schluchtartigen Felsenweg „Am Täle“, die ursprüngliche Verbindung zwischen Bärenthal und Gnadenweiler. Der Weiler verdankt seinen Namen der Gnade des Hohenzollernfürsten aus Sigmaringen, der 1832 seinen Bärenthaler Untertanen die Errichtung eines neuen Weilers zubilligte. 175 Jahre später wurde auf dem „Gnadenweiler“ die sehenswerte Kapelle „Maria, Mutter Europas“ erbaut.

Auf dem Heuberg waren die Bauern stets „steinreich“. Mit den Lesesteinen errichteten sie Steinriegelhecken an ihren Gemarkungsgrenzen und schufen so neue Lebensräume für die Natur. Der Heckenlehrpfad Vogelbühl informiert über die typischen Straucharten der Steinriegelhecken und deren heilende Wirkung.

Eine historische Sehenswürdigkeit ist die 900 Jahre alte Schlösslemühle im Ortsteil Ensisheim. Sie besaß von 1911 bis 1963 das größte oberschlächtliche Wasserrad aus Holz in Europa (12 Meter Durchmesser). Die Beimühle wird heute noch mit einem restaurierten unterschlächtigen Wasserrad angetrieben.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt der Rundwanderung ist die Bushaltestelle „Bärenthal Rathaus“ bzw. der Wanderparkplatz an der L440 bei Anfahrt mit dem PKW.

Beim Wegweiser „Bärenthal Ortsmitte“ des Schwäbischen Albvereins biegen wir Richtung „Felsentor“ in die Bergstraße ein. Durch die Gnadenweiler Straße verlassen wir den Ort am Rand des Naturschutzgebiets Hüttenberg. Hier werden wieder Schafe und Ziegen als Landschaftspfleger eingesetzt, um die Magerrasen der Wacholderheide zu erhalten. Weiter aufwärts steigen wir geradeaus durch das „Am Täle“ genannte Felsental zum Näherinnenfels am Felsentor hinauf. „Am Sauwegle“ vorbei begleiten uns auf dem Weg nach Gnadenweiler christliche Kleindenkmale. Sie hat Adam Biselly hier her gebracht hat, um seine Trauer über den Tod seines Vaters Johannes zu bekunden, der 1870 im deutsch-französischen Krieg fiel.

Oberhalb dieses „Täle“ erreichen wir das Sigrist-Kreuz und den Bildstock „Emmaus-Jünger“. Wie beschwerlich die Lebensbedingungen der Bärenthaler im 19. Jahrhundert waren, dokumentiert eine Tafel bei der Gabelung „Ausstieg Täle“. Im Jahre 2007 wurde auf dem Gnadenweiler die Kapelle „Maria Mutter Europas“erbaut. Ihr sollten wir über einen lohnenden Umweg auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Zurück in der Mitte des Weilers biegen wir links ab auf den Heckenlehrpfad Vogelbühl und wandern weiter zum ehemaligen Forsthaus „Karlswahl“. Dort steigen wir in Serpentinen zum Billionenweg hinab. Während der Inflation im Jahr 1923 stiegen seine Baukosten ins Uferlose. Im Bäratal erreichen wir nach Überquerung der L440 die historische Schlösslemühle Ensisheim.

Mit dem Blick auf den Rabenfelsen wandern wir an der Bära zurück zum Rathaus.

Sicherheitshinweise

Der Wegabschnitt von der Karlswahl zum Billionenweg ist unzureichend markiert, danach seit mehreren Jahren sogar zugewachsen!

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe

Anfahrt

Über die L440 Nusplingen – Fridingen zum Wanderparkplatz an der Kreuzung mit der Kirchstraße, 78580 Bärenthal in der Ortsmitte der Gemeinde.

Parken

Wanderparkplatz an der L440

Öffentliche Verkehrsmittel

Hinfahrt mit Bus Linie 50 zur Haltestelle Bärenthal Rathaus

Fahrplanauskunft:

Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de
Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de

Weitere Informationen

Wegbelag

  • Asphalt (18%)
  • Schotter (41%)
  • Wanderweg (31%)
  • Pfad (9%)
  • Straße (1%)

Wetter

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