Raxkircherl (1807 müA)

Auf einen Blick

  • Raxen

Die kleine Kapelle befindet rund 200 m südlich vom Karl-Ludwig-Haus. Sie wurde zum Gedenken an die in den Bergen verunglückten Alpinisten unter Leitung des Höhlenforschers und Präsident des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) Domprälat Alois Wildenauer errichtet. Das Kirchlein gehört zwar zur Diözese Graz-Seckau, untersteht aber der Wiener Pfarre Prein (Vikariat: Unter dem Wienerwald). Jedes Jahr werden Bergmessen diverser Pfarren abgehalten.

Geschichte

Lange vor 1934 wurde auf Anregung von Pfarrer R. Mikulaschko aus Prein der Bau eines Bergkirchleins auf der Raxalpe neben dem Karl Ludwig-Haus erwogen. Dazu bildete sich ein Komitee, an dessen Spitze der Präsident des ÖTK, Domprälat Dr. Alois Wildenauer (1877–1967, alpinistische Erschließer der Hohen Wand) stand. Ihm gehörten Matras, Dr. Schutovits und Schimek, sowie Richard Scheilbach an, den Ehrenschutz hatten Kardinal Innitzer und der Wiener Bürgermeister Schmitz übernommen.

Die Baukosten schätzte man auf etwa ATS 20.000,-. Um die nötigen Mittel zusammen zu bekommen, wurden Bausteine zu 50 Groschen verkauft. Die geplante Grundsteinlegung wurde immer wieder verschoben, zuletzt bis auf die 2. Maihälfte 1935. Mitte April 1936 ergeht schließlich vom "Verein zum Bau und zur Erhaltung des Raxkirchleins" die Verständigung, dass mit dem Bau begonnen wird. Die erforderlichen Sprengungen und Vorarbeiten für den Bau wurden am 15. Juni 1936 aufgenommen. Der Grund wurde dem ÖTK kostenlos übertragen. Baumeister Hermann Kubacsek hat die Kapelle nach den Plänen des Architekten Edmund Zacher errichtet.

Am 20. September 1936 wurde sie vom Kardinal Erzbischof Theodor Innitzer feierlich geweiht. Ca. 1.500 Festgäste wohnten der Feier bei. Der Preiner Männergesangsverein trug Schuberts "Deutsche Messe" vor. Eine Kompanie des selbständigen Artillerieregiments Payerbach gab Salutschüsse ab. Innitzer hielt eine Rede und ihm taten es der Präsident des ÖTK, Domprälat Dr. Alois Wildenauer, der Bürgermeister der Stadt Wien, Richard Schmitz, und Obmann Leopold Schimek des Vereins zum Bau und zur Erhaltung des Kirchleins, sowie Dr. Schutovits und die Herren Lendl und Vogler nach.

 

Architektur

Das Kirchlein wurde von Baumeister Hermann Kubacsek nach den Plänen des Architekten Edmund Zacher (beide übrigens bekannte Bergsteiger) erbaut. Im Inneren hängt ein dreiteiliges Altarbild, auf dem von links nach rechts der Heilige Karl Borromäus, der Gang Mariens über das Gebirge und der Heilige Bernhard dargestellt sind. Schöne Glasfenster als Stiftung des Domprälaten Wildenauer und Karl Schimek verleihen dem Inneren ein entsprechendes Ambiente. Ein abgebrochener Eispickel und ein Seil erinnern an die verunglückten Bergsteiger. Ein Freialtar an der Außenseite des Kirchleins dient für größere Veranstaltungen. Im Raxkirchlein wurde auch in einem Buch die Namen aller auf der Rax tödlich abgestürzten Bergsteiger eingetragen. Die Kirche dient aber nicht nur als Totengedenkstätte, sondern immer mehr wird es auch zu einer beliebten Hochzeitskirche für viele Bergsteigerinnen und Bergsteiger.

 

Unterstütze bitte den Verein

zur Erhaltung des Kirchleins durch deine Spende auf das Konto AT62 3200 0000 0120 1961, BIC RLNWATWWXXX, oder auch durch deine Mitgliedschaft um mindestens 2 € pro Jahr. Anfragen oder/und Anmeldungen dazu bitte an den Obmann: Herrn Hubert Zwickelstorfer, Tel. +43 699 10005734 oder per E-Mail an ÖTK Zentrale Wien

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8691 Raxen

Austria


Tel.: +43 1 5123844

E-Mail:

Webseite: raxkircherl.oetk.at


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